"Im Schatten der Feigenbäume und Weinreben..."

 500 Jahre sepheradisches Judentum am Bosphorus

 02.09. - 12.09.2013 Rathaus Wiesbaden

Eröffnung: Sven Gerich

 Teilnahme: Yusuf Altintas, Generalsekretär des Oberrabinats der Türkei



 "Im Schatten der Feigenbäume und Weinreben..."

Wir schreiben das Jahr 1492.

Columbus machte sich auf in die neue Welt, es sollte seine bekannteste Fahrt werden. Seine Schiffe stießen von einem kleinen Hafen in Palos aus in See, denn die Schiffsrouten von Sevilla und Cadiz waren verstopft von den Schiffen der sephardischen Juden.

Nur wenige Tage zuvor wurde ein Edikt von Königin Isabella von Kastilien und Fernando, dem König von Aragon erlassen. Alle Juden sollten zum Katholizismus konvertieren oder Spanien verlassen.

Die meisten verließen ihre Heimat, ließen ihr Hab und Gut zurück, aber nicht ihren Glauben und ihre Tradition. Kaum ein europäisches Land wollte sie aufnehmen, doch im fernen Osmanischen Reich fanden sie Zuflucht, und Sultan Bayazid II. hieß sie willkommen.

Dies ist die Geschichte der sephardischen Juden am Bosporus; sie begann, wie so oft in der Geschichte der Juden, mit Unterdrückung und Vertreibung und ist heute ein Lehrstück friedlichen Zusammenlebens zwischen Juden und Muslimen – aktueller denn je.

Als ein Zeichen für Toleranz ist diese fotografische Dokumentation (die Originalausstellung des jüdischen Museums aus Istanbul) nun auch in Wiesbaden zu sehen.

Uns ist bewusst, dass die Ausstellung einen bestimmten Fokus innerhalb der rund 500-jährigen Geschichte der Juden am Bosporus einnimmt. Dies soll nicht über die in der Geschichte ebenso vorhandenen Konflikte hinwegtäuschen.

Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 7 –19 Uhr, Sa. 9 –15 Uhr

Teilnahme kostenfrei

Gemeinsames Projekt von Süddialog e.V. und der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Istanbul.

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