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Auftakt für FRIEDEPlus: Gelungener Kick-off im Bibelhaus ErlebnisMuseum

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und spaltender Diskurse braucht es engagierte Menschen, die Brücken bauen und den interreligiösen Dialog aktiv gestalten. Genau hier setzt FRIEDEPlus an: Das Programm des Forums für Interkulturellen Dialog e.V. (FID e.V.) baut auf der erfolgreichen Multiplikator:innenschulung FRIEDE auf und entwickelt deren Ansätze gezielt weiter. Am Samstag, dem 19. September 2026, startete die neue Gruppe mit einem inspirierenden Kick-off-Tag im Frankfurter Bibelhaus ErlebnisMuseum in ihre gemeinsame Ausbildungsreise.


Dialogischer Einstieg im Beduinenzelt


Für den Auftakt bot das Bibelhaus ErlebnisMuseum am Museumsufer den idealen Rahmen: Das Haus versteht sich als moderner Lernort, der archäologische Funde und biblische Geschichten erlebbar macht und stets auch den Bezug zum interreligiösen Lernen öffnet. Begleitet wurden die Teilnehmenden von Museumsdirektor Pfarrer Veit Dinkelaker, der als evangelischer Theologe und Religionspädagoge langjährige Expertise in der Vermittlung biblischer und interreligiöser Themen einbrachte.


Nach einem herzlichen Ankommen und einer ersten Kennenlernrunde fand der erste inhaltliche Teil an einem besonderen Ort statt: im Beduinenzelt des Museums. In dieser geschützten und nahbaren Atmosphäre diskutierten die Teilnehmenden grundlegende Fragen des interreligiösen Zusammenlebens, brachten ihre eigenen Perspektiven ein und legten die Basis für ein vertrauensvolles Miteinander.


Nach einer gemeinsamen Kaffeepause, die für erste intensive Vier-Augen-Gespräche und Vernetzung genutzt wurde, widmete sich die Gruppe im zweiten inhaltlichen Block konkreten Herausforderungen in der Dialogpraxis und den Zielen des Programms.



Was ist und was will FRIEDEPlus?


FRIEDEPlus richtet sich an junge Erwachsene und engagierte Menschen aus der Region Frankfurt, die interreligiöse Kompetenzen vertiefen und selbst wirksam werden wollen. Ziel ist es nicht nur, theoretisches Wissen über Religionen zu erwerben, sondern praktisches Handwerkszeug zu erlernen, um Vorurteilen, Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus entschieden entgegenzutreten.


Das Programm verbindet theoretische Reflexion, persönliche Begegnung und eigenverantwortliches Handeln. Teilnehmende lernen, wie aus theoretischen Grundlagen lebendige Dialogformate entstehen, die sie später eigenständig in Schulen, Gemeinden und Stadtteilinitiativen tragen können.



Die nächsten Schritte: Schulungsreihe, Scriptural Reasoning und Wochenend-Camp


Mit dem Kick-off hat der Ausbildungszyklus gerade erst begonnen; in den kommenden Wochen erwarten die Gruppe mehrere intensive Bausteine:

Drei vertiefende Schulungsmodule: Geleitet von Expertinnen, stehen Dialogkompetenzen, Sprachfähigkeit im Umgang mit sensiblen Fragestellungen sowie fundierte Strategien gegen gesellschaftliche Spaltung im Mittelpunkt.

Scriptural Reasoning: Dieses partizipative Format verbindet akademischen Diskurs mit persönlichem Glaubens- und Erfahrungsaustausch. Durch das gemeinsame Lesen und Interpretieren von heiligen Texten aus Judentum, Christentum und Islam entsteht ein Raum für neue Deutungen und echten Tiefgang.

Das interreligiöse Wochenend-Camp: Das Camp bildet den methodischen Höhepunkt des Programms. Hier erarbeiten die Multiplikator:innen eigene Workshop-Konzepte, Dialogformate und Schulbesuche, begleitet von engmaschigen Reflexionsrunden und Prozessen zur Gruppen- und Vertrauensbildung.

Methodenwerkstatt und Praxis in Schulen: Die konzipierten Formate werden anschließend in Partnerschulen in Frankfurt und der Region (unter anderem im Kreis Offenbach, Hofheim, Darmstadt und Friedberg) direkt mit Jugendlichen erprobt.


Feierlicher Abschluss mit Zertifikat


Den Schlusspunkt setzt ein gemeinsamer Abschlusstag, an dem die erarbeiteten Praxisprojekte vorgestellt, die gesammelten Erfahrungen ausgewertet und die qualifizierenden Zertifikate überreicht werden.vielfalt-bewegt-frankfurt


Der Auftakt im Bibelhaus hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Energie, Neugier und Mut in der neuen Gruppe steckt. In Zeiten spaltender Narrative mit Weiterbildung, aktiver Begegnung und Empathie zu antworten, ist ein starkes gesellschaftliches Zeichen – und wir freuen uns sehr darauf, die Teilnehmenden auf diesem Weg zu begleiten.

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