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Nachbericht: Marktplatz der Initiativen in der Orangerie im Günthersburgpark

vor 6 Stunden
3 Min. Lesezeit


Mit unserem Sommerfest in der Orangerie im Günthersburgpark haben wir gemeinnützige Initiativen aus Frankfurt und Umgebung zu einem „Marktplatz der Initiativen“ zusammengebracht und damit einen Raum geschaffen, in dem sich Akteur:innen begegnen konnten, die im Arbeitsalltag sonst nur selten miteinander ins Gespräch kommen. Rund 50 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Vielfalt gemeinnütziger Arbeit kennenzulernen, Erfahrungen zu teilen und neue Kooperationsideen zu entwickeln.


Anlass und Ziele der Veranstaltung


Ausgangspunkt für das Sommerfest war die Erfahrung, dass viele Organisationen und Engagierte in ihrer täglichen Arbeit stark spezialisiert und zugleich voneinander isoliert sind. Oft fehlt der interdisziplinäre Kontakt zwischen Jugendarbeit, interkulturellem und interreligiösem Dialog, Bildungsarbeit und zivilgesellschaftlichem Engagement. Mit dem Marktplatz der Initiativen wollten wir Begegnungen ermöglichen, die sonst zwischen Projektdruck, Anträgen und Alltagsgeschäft kaum stattfinden.


Zugleich sollte die Veranstaltung inspirieren: Teilnehmende konnten ihre Perspektiven und Herausforderungen teilen, sich Impulse für die eigene Arbeit holen und gezielt nach möglichen Anknüpfungspunkten für zukünftige Kooperationen suchen. So wurde das Sommerfest nicht nur zur Präsentation von Vielfalt, sondern zu einem Labor für Zusammenarbeit auf Augenhöhe.


Besucherinnen, Besucher und Initiativen


Unter den rund 50 Gästen waren Vertreter:innen aus der offenen und verbandlichen Jugendarbeit, Jugendvertretungen, interkulturellen und interreligiösen Dialogprojekten, Bildungs- und Beratungsarbeit sowie aus migrantischen Selbstorganisationen und ehrenamtlichen Initiativen. Viele brachten Infomaterial, Projektbeispiele und eigene Erfahrungen mit, die sie im Laufe des Nachmittags an ihren Ständen und im persönlichen Gespräch mit anderen Teilnehmenden teilen konnten.


Der Marktplatz der Initiativen machte sichtbar, wie breit das Spektrum gemeinnütziger Arbeit in der Region ist – von niedrigschwelligen Begegnungsangeboten über politische Bildung bis hin zu kulturellen, spirituellen und sozialen Projekten. So entstanden Gespräche, die Grenzen zwischen Professionen, Generationen und Arbeitsfeldern bewusst überschritten.


Format, Programm und Impulse


Das Sommerfest war bewusst gesprächsorientiert angelegt: Im offenen Format mit Ausstellungsständen, Sitzecken und Stehtischen gab es viel Raum für informellen Austausch, spontane Begegnungen und vertiefte Diskussionen. Die Initiativen präsentierten ihre Arbeit auf dem „Marktplatz der Initiativen“, während ein lockeres Rahmenprogramm für gemeinsame Anknüpfungspunkte sorgte.


Drei kurze Impulsvorträge von Dr. Kristina Edel, Dr. Ludger Klein und Ashkan Shahbazi setzten thematische Einstiegspunkte: Sie beleuchteten Einsamkeit als gesellschaftliche Herausforderung, die Rolle des Ehrenamts für Zusammenhalt sowie Fragen von Inklusion und Zugang durch Sprache. Die Impulse dienten nicht als klassische Vorträge, sondern als Gesprächsöffner, an die sich lebendige Diskussionen in kleinen Gruppen anschlossen


Für den musikalischen Rahmen sorgte die Violinistin Alicja Przeor mit klassischer Musik, die die besondere Atmosphäre der Orangerie im Günthersburgpark unterstrich – einem ehemaligen Gewächshaus mit hohen Klinkerwänden und Rundbogenfenstern, das heute als stilvolle Eventlocation genutzt wird. Ein Kalligraph war ebenfalls vor Ort und verschriftlichte auf Wunsch die Namen der Gäste in kunstvoller Schrift, was vielen als persönliches Andenken an den Tag diente.


Atmosphäre, Eindrücke und Gespräche


Die Stimmung war sommerlich-ungezwungen: Bei angenehmem Wetter, offenem Buffet, sehr leckerem Essen und gutem Kaffee ergaben sich viele spontane Gespräche zwischen Menschen, die sich zuvor noch nie begegnet waren. Die Orangerie im Günthersburgpark, mitten im Grünen und doch gut erreichbar, bot dafür einen idealen Rahmen mit viel Licht, Raum und einem besonderen Flair.


Nach den Impulsen wurden in kleinen und größeren Runden Fragen zu Einsamkeit, Engagement und sprachlicher Inklusion diskutiert. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen aus Projekten und Organisationen einzubringen und gemeinsam zu überlegen, wie sich Angebote noch besser vernetzen und für unterschiedliche Zielgruppen öffnen lassen. Die Rückmeldungen zeigten, dass der informelle Charakter – verbunden mit klaren thematischen Impulsen – als sehr produktiv und ermutigend erlebt wurde.


Ausblick


Der Marktplatz der Initiativen hat deutlich gemacht, wie groß der Wunsch nach Austausch und Vernetzung im gemeinnützigen Feld ist. Einige der geknüpften Kontakte werden in den kommenden Monaten in konkrete Kooperationen, gemeinsame Veranstaltungen oder Projektideen münden.


Auf dieser Grundlage planen wir, das Format weiterzuentwickeln und regelmäßig Räume zu schaffen, in denen Initiativen ihre Arbeit präsentieren, gemeinsam nach Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen suchen und neue Bündnisse für eine solidarische und vielfältige Stadtgesellschaft eingehen können.


Wir bedanken uns bei unseren zahlreichern Kooperationspartner:innen und Förderern:


Abrahamischesforum

Arbeitsoffen e.v.

Jugendmigrationsdienst FFM

Kinderschutzbund Frankfurt

insl e.v

fiz verein e.v.

House of One Berlin

Frankfurter Jugendring

Stiftung gegen Rassismus

Lebenshilfe Hessen

Der Paritätische Region Frankfurt

religionentdecken.de

Katholische Jugendkirche Jona

Kulturzentrum Rumi e.V.

International Journalists Association IJA

Amt für multikulturelle Angelegenheiten AMKA

Stadt Frankfurt am Main










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