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Dialog: konkret – Vielfalt. Streit. Kompromiss.

  • 27. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Gesellschaft & Politik



Mit unserer Veranstaltung „Dialog: konkret – Vielfalt. Streit. Kompromiss.“ ist es uns gelungen, einen Abend zu gestalten, der eindrucksvoll gezeigt hat, wie lebendig und notwendig demokratischer Dialog ist. Was vor über zehn Jahren mit dem Deutschen Dialogpreis begann, wurde mit diesem Format in neuer Form weitergeführt: Nicht nur Dialog auszeichnen, sondern Dialog konkret leben und erfahrbar machen.


Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie demokratische Gesellschaften mit Unterschiedlichkeit, Kontroversen und Spannungen umgehen können, ohne dabei den Respekt voreinander zu verlieren. Gemeinsam mit Dr. h.c. Wolfgang Thierse, Johanna Hassoun, Prinz Asfa-Wossen Asserate und Rabbiner Gábor Lengyel wurde deutlich, dass Demokratie nicht von Einigkeit lebt, sondern von der Bereitschaft, Verschiedenheit auszuhalten und das Gespräch trotzdem nicht abzubrechen. Gerade darin liegt ihre Stärke.


Die Beiträge der Gäste machten auf sehr unterschiedliche Weise deutlich, wie wertvoll Streit im demokratischen Sinne sein kann. Dr. Thierse erinnerte daran, dass Streit zum Normalzustand der Demokratie gehört. Prinz Asfa-Wossen Asserate betonte die Bedeutung, den politischen Gegner nicht mit einem Feind zu verwechseln. Johanna Hassoun sprach über die Gefahr gesellschaftlicher Abschottung und die Entstehung von sogenannten Bubbles, während Rabbiner Gábor Lengyel mit seinem Hinweis darauf, dass wir zwar vieles lernen, aber oft nicht den Satz „Ich weiß es nicht“, einen besonders nachdenklichen Impuls setzte.


Der Abend zeigte eindrucksvoll, dass Dialog nicht bedeutet, Unterschiede einzuebnen oder zwanghaft Harmonie herzustellen. Dialog heißt vielmehr, dem Gegenüber mit Würde zu begegnen, auch wenn man nicht einer Meinung ist. Genau in dieser Haltung liegt die Grundlage für ein friedliches und demokratisches Miteinander. Besonders in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung wird deutlich, wie wichtig Räume sind, in denen Widerspruch möglich ist, ohne dass daraus Ausgrenzung wird.


Auch das Publikum trug mit Aufmerksamkeit, Offenheit und Interesse zu einer lebendigen Atmosphäre bei. Der Austausch machte deutlich, dass der Wunsch nach echter Verständigung groß ist und dass Formate wie Dialog: konkret einen wichtigen Beitrag leisten können, um unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen.


Für Alle die nicht dabei sein konnten, haben wir eine kleine Zusammenfassung für Youtube gedreht, die ihr hier anschauen könnt.


Wir danken allen Mitwirkenden, Gästen, Ehrenamtlichen und Teilnehmenden herzlich für diesen besonderen Abend. Die Premiere hat gezeigt: Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht trotz Unterschiedlichkeit, sondern gerade im respektvollen Umgang mit ihr. Dialog: konkret war damit weit mehr als eine Veranstaltung – es war ein starkes Zeichen für gelebte Streitkultur, gegenseitigen Respekt und demokratische Begegnung.





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