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Erasmus+ Jugendprojekte: FIDeV als erfahrener Kooperationspartner

  • vor 7 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

Erasmus+ Jugendprojekte schaffen Räume, in denen junge Menschen und Fachkräfte über Grenzen hinweg voneinander lernen. Sie fördern internationale Jugendarbeit, gesellschaftliche Teilhabe und die Entwicklung neuer Methoden. Das Forum für Interkulturellen Dialog e. V. (FIDeV) hat in den Aktionsformaten KA153-YOU und KA155-YOU bewilligte Projekte umgesetzt. Diese Erfahrung bringt FIDeV gerne als Erasmus+ Kooperationspartner in neue europäische Vorhaben ein.

FIDeV als erfahrener Kooperationspartner
FIDeV als erfahrener Kooperationspartner

Gute Kooperation entsteht dabei nicht erst nach einer Förderzusage. Sie beginnt mit gemeinsamen Zielen, einer klaren Aufgabenverteilung und einem ehrlichen Blick auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden. Besonders bei inklusiven Mobilitätsprojekten sind verlässliche Vorbereitung, interkulturelle Sensibilität und eine tragfähige Begleitung entscheidend.

Was Erasmus+ Jugendprojekte ermöglichen

Erasmus+ unterstützt im Jugendbereich nichtformales und informelles Lernen. Junge Menschen können neue Lebenswelten kennenlernen, Selbstvertrauen entwickeln und Europa als gemeinsamen Erfahrungsraum erleben. Fachkräfte der Jugendarbeit erhalten zugleich Möglichkeiten, Methoden auszutauschen, Netzwerke aufzubauen und die Qualität ihrer Arbeit weiterzuentwickeln.

Der aktuelle Erasmus+-Programmleitfaden verbindet diese Lernmobilität mit mehreren Querschnittsthemen. Dazu gehören Inklusion und Vielfalt, ökologische Verantwortung, digitale Bildung sowie demokratische Teilhabe. Ein überzeugendes Projekt sollte diese Themen nicht nur nennen, sondern in Auswahl, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung praktisch berücksichtigen.

Für Organisationen bedeutet das: Eine internationale Reise allein macht noch kein gutes Erasmus+-Projekt. Entscheidend sind nachvollziehbare Lernziele, aktive Beteiligung, geeignete Schutz- und Begleitstrukturen sowie ein Transfer der Ergebnisse in die lokale Arbeit.

KA153-YOU: Mobilität für Fachkräfte der Jugendarbeit

KA153-YOU bezeichnet Mobilitätsprojekte für Fachkräfte der Jugendarbeit. Die Aktion fördert die fachliche Entwicklung von Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich mit Jugendlichen arbeiten. Gleichzeitig soll sie Organisationen dabei unterstützen, ihre Praxis weiterzuentwickeln und die Qualität der Jugendarbeit zu stärken.

Mögliche Formate sind unter anderem:

  • Trainings und Workshops zu Methoden der Jugendarbeit,

  • Job Shadowing und Hospitationen bei Partnerorganisationen,

  • Peer Learning und Austausch bewährter Ansätze,

  • Seminare zu Inklusion, Beteiligung oder interkultureller Bildung,

  • internationale Vernetzung von Fachkräften und Organisationen,

  • gemeinsame Entwicklung neuer Werkzeuge und Bildungsformate.

Ein KA153-YOU-Projekt wirkt besonders nachhaltig, wenn die Teilnehmenden das Gelernte anschließend im eigenen Arbeitsumfeld anwenden. Dazu können interne Fortbildungen, neue Workshopkonzepte, gemeinsame Publikationen oder längerfristige Partnerschaften gehören.

FIDeV-Erfahrung mit KA153-YOU

Für FIDeV wurde eine KA153-YOU-Fachkräftemaßnahme bewilligt und anschließend umgesetzt. Die Bewilligung von FIDeV ist auch in der veröffentlichten Auswahlliste von JUGEND für Europa für die dritte Antragsrunde 2025 dokumentiert. Damit verfügt der Verein über praktische Erfahrung sowohl mit den Anforderungen des Förderformats als auch mit der Umsetzung internationaler Lernaktivitäten.

Für neue Kooperationen ist diese Verbindung wichtig: FIDeV kennt nicht nur die Perspektive der Antragstellung, sondern auch organisatorische Fragen, die während eines Projekts entstehen. Dazu gehören Abstimmung mit Partnern, Teilnehmendenkommunikation, methodische Gestaltung, interkulturelle Moderation und die Übertragung von Ergebnissen in die weitere Jugendarbeit.

KA155-YOU: DiscoverEU-Inklusionsmaßnahmen

KA155-YOU steht für die DiscoverEU-Inklusionsmaßnahme. Sie richtet sich an junge Menschen zwischen 18 und 21 Jahren mit geringeren Zugangschancen. Über begleitete Reise- und Lernprojekte sollen sie Europa kennenlernen können, auch wenn finanzielle, soziale, gesundheitliche, sprachliche oder andere Barrieren eine Teilnahme sonst erschweren würden.

Nach den offiziellen Programminformationen gehören Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung gemeinsam zum Lernprozess. Die Reise ist deshalb nicht bloß ein touristisches Angebot. Sie soll Kompetenzen stärken, Begegnungen ermöglichen und jungen Menschen helfen, neue Handlungsspielräume zu entdecken.

Gute KA155-YOU-Projekte brauchen eine sorgfältige Balance: Die Teilnehmenden sollen möglichst viel selbst entscheiden und gestalten, zugleich aber die Unterstützung erhalten, die für eine sichere und zugängliche Mobilität notwendig ist. Begleitpersonen, verständliche Informationen, realistische Etappen und verlässliche Notfallstrukturen spielen dabei eine zentrale Rolle.

„Brücken bauen – Europa entdecken“ bei FIDeV

Mit dem Erasmus+-Projekt „Brücken bauen – Europa entdecken: Inklusive Reiseerfahrungen“ hat FIDeV ein KA155-YOU-Vorhaben umgesetzt. Das Projekt ermöglichte jungen Erwachsenen aus Hessen mit Migrations- oder Fluchterfahrung begleitete Reiseerfahrungen in Europa. Im Mittelpunkt standen Selbstwirksamkeit, interkulturelle Kompetenzen, digitale Fähigkeiten und die Erfahrung europäischer Vielfalt.

Das Beispiel zeigt, wie Inklusion praktisch gestaltet werden kann. Nicht die vermeintlichen Defizite der Teilnehmenden stehen im Vordergrund, sondern ihre Interessen, Lernziele und Möglichkeiten. Unterstützung dient dazu, Barrieren abzubauen und eigenständige Erfahrungen zu ermöglichen.

Was FIDeV als Erasmus+ Kooperationspartner einbringt

FIDeV arbeitet seit 2002 an der Schnittstelle von interkulturellem Dialog, Bildung, Jugendförderung und gesellschaftlicher Teilhabe. Internationale Projekte profitieren von dieser fachlichen Ausrichtung und von der Erfahrung, unterschiedliche Perspektiven in einem respektvollen Rahmen zusammenzubringen.

Als Kooperationspartner kann FIDeV insbesondere folgende Bereiche unterstützen:

  • Projektentwicklung: gemeinsame Klärung von Bedarf, Zielgruppen, Lernzielen und Wirkung,

  • Inklusion: Ansprache und Begleitung junger Menschen mit unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen,

  • Methodik: dialogorientierte Workshops, nichtformales Lernen und partizipative Formate,

  • Interkulturelle Kompetenz: sensible Moderation in vielfältigen und mehrsprachigen Gruppen,

  • Teilnehmendenbegleitung: Vorbereitung, Kommunikation und verlässliche Ansprechstrukturen,

  • Lokale Vernetzung: Kontakte zu Zivilgesellschaft, Bildungsarbeit und Jugendarbeit in Frankfurt und Hessen,

  • Transfer und Sichtbarkeit: Aufbereitung von Erfahrungen für Organisationen, Öffentlichkeit und weitere Projekte.

Welche Aufgaben FIDeV konkret übernimmt, sollte für jedes Projekt gemeinsam festgelegt werden. Eine gute Partnerschaft verteilt Verantwortung nach tatsächlichen Kompetenzen und verfügbaren Ressourcen, statt Rollen nur formal zu besetzen.

Wer mit FIDeV kooperieren kann

Für Erasmus+ Jugendprojekte kommen unterschiedliche Partner infrage. Dazu zählen gemeinnützige Vereine, Jugendorganisationen, Bildungsträger, Kommunen, soziale Einrichtungen und weitere Akteur:innen mit nachweisbarer Arbeit im Jugendbereich. Je nach Aktion können Partner aus EU-Mitgliedstaaten, assoziierten Programmländern oder bestimmten angrenzenden Partnerregionen beteiligt werden.

FIDeV ist besonders an Kooperationen interessiert, die mindestens einen der folgenden Schwerpunkte verfolgen:

  • inklusive und diskriminierungssensible Jugendarbeit,

  • interkultureller oder interreligiöser Dialog,

  • demokratische Beteiligung und europäische Werte,

  • Professionalisierung von Fachkräften der Jugendarbeit,

  • Empowerment junger Menschen mit geringeren Zugangschancen,

  • Medienkompetenz, gesellschaftlicher Zusammenhalt oder Konfliktprävention.

Auch erste Projektideen sind willkommen. Nicht jede Anfrage muss bereits ein fertiges Konzept enthalten. Für ein zielführendes Gespräch helfen jedoch Angaben zur geplanten Aktion, Zielgruppe, möglichen Partnerländern, grobem Zeitraum und gewünschter Rolle von FIDeV.

Sieben Grundlagen für eine verlässliche Erasmus+-Partnerschaft

Internationale Kooperation braucht mehr als eine gemeinsame Antragsfrist. Bewährt haben sich folgende Schritte:

  1. Gemeinsamen Bedarf klären: Welches Problem soll das Projekt bearbeiten?

  2. Ziele konkretisieren: Was sollen Teilnehmende und Organisationen lernen oder verändern?

  3. Rollen schriftlich festhalten: Wer verantwortet Auswahl, Programm, Logistik, Finanzen und Kommunikation?

  4. Teilnehmende früh einbeziehen: Ihre Perspektiven gehören in Planung und Auswertung.

  5. Risiken realistisch prüfen: Schutz, Barrierefreiheit und Notfallabläufe müssen vorbereitet sein.

  6. Kommunikation vereinbaren: Regelmäßige Termine und klare Ansprechpersonen verhindern Missverständnisse.

  7. Transfer planen: Ergebnisse sollten nach Projektende in der lokalen Arbeit weiterwirken.

Offenheit ist dabei wichtiger als ein scheinbar perfekter Start. Wenn Partner Schwierigkeiten früh benennen und Entscheidungen transparent dokumentieren, wächst Vertrauen. Das verbessert nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch die Qualität für die Teilnehmenden.

Fazit: Gemeinsam europäische Jugendprojekte gestalten

KA153-YOU und KA155-YOU eröffnen unterschiedliche, aber miteinander verbundene Möglichkeiten. Das eine Format stärkt Fachkräfte und Organisationen, das andere schafft inklusive europäische Lernerfahrungen für junge Menschen. Beide brauchen Partner, die fachliche Qualität, Beteiligung und verlässliche Umsetzung ernst nehmen.

FIDeV hat in beiden Aktionsformaten bewilligte Projekte umgesetzt und bringt diese Erfahrung gerne in neue Kooperationen ein. Organisationen mit einer Projektidee oder Interesse an einer Partnerschaft können sich über die Projektarbeit von FIDeV informieren und über die Kontaktseite mit uns ins Gespräch kommen. Gemeinsam können aus europäischen Begegnungen nachhaltige Lernprozesse und langfristige Partnerschaften entstehen.

Quellen und weiterführende Informationen

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